Über mich

Vom ungeliebten, ausgegrenzten Aschenputtel zur geliebten Königstochter!!!
  
Eine wahre Lebensgeschichte darüber, wie das Aschenputtel Kerstin vom König Jesus – aus einem leidvollen Leben, seelischen Schmerzen, Einsamkeit sowie innerer Zerrissenheit und Gefangenschaft – gerettet wird und ein neues Leben geschenkt bekommt!                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   März 2025

Ab Mitte/Ende 30 begann in mir etwas aufzubrechen, was ich nicht benennen konnte. Ich begann viel zu weinen und fiel immer wieder in ein seelisches bzw. psychisches Tief. Ein seelischer Schmerz trat auf und war so extrem, dass ich in einem tiefen Loch versank, stundenlang bitterlich weinte, wobei mein Körper sich dabei krümmte. Starke depressive Episoden gehörten dadurch zu meinem Leben.
Immer wieder nahm ich auch eine innere Zerrissenheit wahr, als wäre ich innerlich gespalten. Einsamkeit und Ängste, vor allem im Dunklen, begleiteten mich ebenfalls.

In den darauffolgenden Jahren war ich so verzweifelt und allein mit all meinem Schmerz, der Zerrissenheit und der Einsamkeit, sodass ich nicht mehr leben wollte. Wenn ich mit dem Auto über den Bahnübergang gefahren bin, dachte ich: Wenn jetzt ein Zug käme, dann wäre es endlich vorbei. Ich war der Meinung, dass meine Familie nur "weil es sich so gehört" zu meiner Beerdigung kommen würde, da sie sich nicht für mich und mein Leben interessierte. Und auch sonst gab es keine tiefgründigen Beziehungen in meinem Leben. Ich sehnte mich so sehr nach Zugehörigkeit und Annahme, nach authentischen, ehrlichen, echten und gesunden Beziehungen, nach Hilfe, Rettung und Ankommen. Alle 1–3 Jahre bin ich umgezogen, aber angekommen bin ich nie.

Ich suchte in der Welt und leider auch in der New Age Bewegung, Esoterik und praktizierte Reiki (wovor ich aus heutiger Sicht nur warnen kann, da es dämonisch ist). Ich nahm an Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung teil, an einer teuren Coachingausbildung, Ein Kurs in Wundern und einiges mehr. 
Was ich auch unternahm, es änderte sich nichts in meinem Leben und es fühlte sich immer so an, als komme ich nicht an die Wurzel des Übels, die ich nicht kannte.
Irgendwann kam in mir der Wunsch auf, wenn ich doch ein gutherziges älteres Ehepaar kennenlernen würde, das mich noch adoptiert. Dann hätte ich endlich Zugehörigkeit und könnte dadurch noch gesundes, reifes und liebevolles Familienleben leben, mit viel Wertschätzung und Respekt untereinander.

Aber meine Rettung kam nicht nach meinen Vorstellungen. 
Zum Glück bin ich suchend geblieben, denn ab dem Moment (2015), indem ich eingesehen habe, dass ich aus eigener Kraft mein Leben nicht zum Guten hinwenden kann und kapitulierte, ich allein in meinem Wohnzimmer nach Gott rief, da war meine Suche beendet
Ab diesem Augenblick war ich angekommen, auch wenn noch nicht hier auf Erden, und auch wenn meine seelischen Schmerzen immer noch da waren. 
Der Heilige Geist offenbarte mir jedoch den Grund meines Leidens und so konnte ich zum ersten Mal benennen, dass meine Kindheit von körperlichem, psychischem und sexuellem Missbrauch geprägt war. 
Ich war voll traumatisiert, aber es war mir nicht bewusst. Die wenigen Erinnerungen, die ich aus meiner Kindheit hatte, waren sehr negativ und dennoch konnte ich über Jahrzehnte hinweg das Erlebte nicht beim Namen nennen. Es fühlte sich an, als war dieser Teil die ganzen Jahre abgespalten von mir und dann plötzlich so real.

Selbst als ich 2010 wegen einer Depression in einer psychosomatischen Klinik war, gab es keine professionellen Mitarbeiter, die die Zusammenhänge zu meiner Kindheit herstellen bzw. herausarbeiten konnten. Ich verlies die Klinik ohne Hilfe bekommen zu haben.

Aber mit Hilfe des Heiligen Geistes kam langsam immer mehr Licht ins Dunkle und ich verstand die Zusammenhänge immer besser.
Als Kind war ich es gewohnt keine Liebe, Annahme und Wertschätzung zu bekommen, statt Zugehörigkeit und Geborgenheit, musste ich mich extrem den Vorstellungen der Eltern anpassen, mich vollständig unterordnen, ihre Wünsche erfüllen und Aufgaben erledigen. Schläge, Bestrafungen, ständiges Kleinmachen, nicht ich selbst sein zu dürfen, Schuldzuweisungen und das Gefühl, es nicht richtig machen zu können und ein wertvolles Kind zu sein, prägten meine Kindheit. Es gab keine eigene Persönlichkeit, die sich entfalten konnte und kein Füllen der Grund- bedürfnisse, die ein Kind im Leben benötigt und die es zum Aufblühen bringt. 
Hinzu kamen gravierende Einschüchterungen und Angstmache durch meine Eltern, wie z.B.: „Wenn du nicht hörst, dann kommst du ins Heim", oder "der schwarze Mann holt dich“. 
Aber auch die Äußerung, die meine Mutter über mich und meine Schwester in der Kindheit ausgesprochenen hatte, war ein Fluch (wie ich vor einigen Jahren erfahren habe): „Ihr seid böse, hoffentlich bekommt ihr mal genauso böse Kinder, wie ihr es seid.“ (Meine Schwester hat ihr Leben nie reflektiert, aber sich gegen Kinder entschieden.)
Vor meinem Vater hatte ich Angst, da er mich oft bestrafte und einschüchterte. Wenn er mich körperlich schlug, dann war es zwar jedes Mal "nur" ein Schlag, aber dieser hatte so eine Kraft, dass ich u.a. danach am Boden lag und einmal ins Krankenhaus zum Nähen musste, da ich mit dem Kopf an die Tischkante gefallen bin. Meine Mutter ist bis heute der Meinung, dass ich daran schuld bin, weil wir damals (ich ca. 3 Jahre alt, meine Schwester ca. 5 J.), keine Zeitung beim Malen auf dem (einfachen) Küchentisch untergelegt haben. Ich habe eine ganz schwache Erinnerung, dass ich in der Klinik dann allein in einen Raum gelegt wurde und als die Krankenschwester ging und nicht wieder kam, dachte ich nach längerer Zeit, dass ich vergessen wurde und fing laut an zu weinen und zu schreien. So geschah vermutlich ein weiteres Trauma in meiner kleinen Seele und ich erlebe bis heute Situationen in denen Menschen nicht an mich denken, mich übersehen und nicht nach mir schauen.

Auf den sexuellen Missbrauch durch meinen Stiefopa (väterlicherseits) möchte ich jetzt nicht näher eingehen. Nur so viel, dass meinen Eltern bekannt war, dass er bereits im Gefängnis saß, weil er kleine Mädchen unsittlich berührte und somit für seine Bedürfnisse missbrauchte. Darüber wurde jedoch nie offen gesprochen, erst als ich Ende 30 war erwähnte es meine Mutter einmal kurz. Worüber ich froh bin. Als ich jedoch damals nachfragte, warum ich dann zu meinen Großeltern gehen durfte, wurde die dahinter liegende Vermutung bzw. Möglichkeit sofort von meiner Mutter abgewehrt. Damit war das Gespräch beendet. Vor 3 Jahren konnte ich dann mit einer Schwester meiner Mutter (die viele Jahre jünger ist) darüber reden und so auch ihre Sicht erfahren. Ihr war der Missbrauch meines Stiefopa auch bekannt, und sie meinte, dass sie immer einen Bogen um ihn gemacht hat. Da ich mir zu diesem Zeitpunkt sicher war, dass er auch mich missbraucht hat, erwähnte ich dies ihr gegenüber – dennoch meldet sie sich auch nicht bei mir. 
Trotz des Wissens über die Missbrauchshandlungen des Stiefvaters meines Vaters haben mich meine Eltern mit Übernachtung zu meinen Großeltern gelassen und selbst im Teenageralter durfte er mich noch umarmen, was er dann auch geschickt ausnutzte. 
Niemand hat mich je beschützt und sich jemals für mich eingesetzt, bis heute nicht. Ich frage mich wie eine kleine Seele, ein kleines Kind das nur aushalten kann. Ohne negative Folgen und tiefen inneren Zerbruch geht das nicht.

Aus den zuvor genannten Gründen hat sich eine frühkindliche Bindungsstörung entwickelt, die dazu führte, dass ich mich mein ganzes Leben lang allein gelassen und als Einzelgänger fühlte und ziemlich einsam lebte. Darunter habe ich extrem gelitten, da ich mir von Herzen gesunde Beziehungen und Freundschaften gewünscht habe.
Ebenso hat sich dadurch ein starkes negatives Selbstbild und kein Gefühl von Sicherheit entwickelt und erklärt, warum ich als erwachsene Frau selbst kein Sicherheitsdenken hatte, unüberlegt handelte, mich so entwurzelt fühlte und meinen Platz im Leben nicht fand.
Auch wenn es Lebensbereiche gab in denen ich selbstbewusst und kraftvoll wirkte und auftrat (ich war selbstständig, habe alleinstehend mit Kind ein Haus gebaut), so war dennoch in der Tiefe mein Selbstwert zerstört. 
So lange wie alles schön verdrängt ist, können Missbrauchsopfer auch gut funktionieren, aber sobald die alten Belastungen hoch kommen, kann vieles oder auch alles im Leben zusammenbrechen und nichts mehr funktioniert.

Der psychische Missbrauch, das Mobbing und die Empathielosigkeit durch meine Familie ging auch im Erwachsenenalter noch weiter – vor allem ab da wo ich anfing mein Leben zu hinterfragen, mir Gedanken über den Sinn des Lebens machte und ich mich auf die Suche danach begab – das war vor 20 Jahren. 
Meine Schwester und ihr Partner haben mich nicht mal mehr gegrüßt (ich weiß bis heute nicht warum). Das Verhältnis zu meinen Eltern war oberflächlich, kühl und distanziert. Wenn ich mich nicht gemeldet habe oder zu Besuch hingefahren bin, dann hätte es keinen oder kaum Kontakt gegeben.
Leider wurde auch meine erwachsene Tochter in diese narzisstische Familien-struktur hineingezogen bzw. wurde dieser Geist durch meine Mutter an sie weitergegeben. Es scheint sich um eine transgenerationale Weitergabe zu handeln.
Dass meine Familie nach so vielen Jahrzehnten ihr Verhalten nie reflektiert und nicht geändert hat und diese kaltherzigen, ausgrenzenden Verhaltensweisen noch an die nächsten Generationen weitergegeben wird, das hat meine alten Wunden immer wieder aufgerissen, mich wieder leiden lassen, schmerzhaftes Weinen verursacht und Verzweiflung genährt. Dadurch wurden leider auch immer wieder die alten, negativen Glaubenssätze genährt: "Niemand liebt mich. Ich bin nicht richtig, so wie ich bin. Ich bin allen egal. Keiner interessiert sich für mich. Ich mache alles falsch und kann es niemanden recht machen. Ich muss einen Makel haben. Ich gehöre nicht dazu."

Dennoch bin ich 2021 wieder in meine Heimatstadt nach Jena gezogen, da ich Oma geworden bin. Ich wollte für meine Enkelkinder da sein und so auch meine Tochter unterstützen, da sie in der Klinik unterschiedliche Arbeitszeiten hat. Auch hatte ich die Hoffnung, wenn sie nun selber Mutter ist, dass sie ihr Herz für ihre eigene Mutter wieder öffnen kann.
Egal wie ich meine Familie in den letzten Jahren unterstütze, wie oft ich meine Enkelin betreute (einmal eine ganze Woche, weil meine Tochter mit Mann in den Skiurlaub wollten), ich konnte es ihnen dennoch nicht recht machen und habe keine Wertschätzung und Anerkennung bekommen. Bis heute werde ich von ihnen abgelehnt, ausgegrenzt, ignoriert, belächelt, manipuliert, beleidigt, beschämt sowie enterbt. Gleichzeitig erwartet sie von mir, dass ich Gefälligkeiten ausführe, wodurch ich dann ein klein wenig Aufmerksamkeit bekam. Trotz meiner Unterstützungen, Bemühungen und Hoffnungen auf ein besseres Miteinander, änderte sich nichts. 
Wenn ich im Ausnahmefall einmal nein zu einem Anliegen sagte oder erst zu einer anderen Uhrzeit konnte, dann wurde es mir später vorgehalten.
Selbst wenn wir mal zusammen im Café waren oder essen gegangen sind (gemein-same Ausflüge gab es nicht), es fühlte sich immer wie die Fingerkuppe des kleinen Fingers an, die mir gereicht wurde, während andere die ganze Hand bekamen. 
Wenn ich meine Wahrnehmungen und Gefühle äußerte, bekam ich nur Vorwürfe, wurde verbal attackiert, mir wurde das Wort im Munde umgedreht und ich als Schuldige hingestellt. Selbst als ich mit meinem Schwiegersohn einmal eine gleiche Ansicht hatte, war es bei ihm okay, aber ich bekam Vorwürfe.

Diese Weisheit hat mir sehr geholfen die Zusammenhänge zu verstehen:
"Toxische (giftig, schädlich) Menschen manipulieren dich so, dass du denkst, es wäre deine Schuld, obwohl ihr Verhalten das Problem ist."
Ich kann mich nicht an gesunde Klärungsgespräche, Aussprachen, Erklärungen oder Entschuldigungen erinnern. Dieses Mobbing, das Nichtreden und die Interessenlosigkeit an meinem Leben waren sehr belastend und schmerzhaft für mich. Dabei hätte das Gegenteil meinen Heilungsprozess gefördert. 

Um das Schweigen und Verschweigen zu durchbrechen, habe ich mich entschieden hier offen noch ein paar konkrete Beispiele, aus dem narzisstischen Familienleben, zu berichten – was mich Überwindung kostet, da ich es mein Leben lang gewohnt bin, nichts ansprechen zu dürfen und meinen Mund halten zu müssen:
- 2015 hat mir meine Mutter zu verstehen gegeben, dass sie dafür gesorgt hat, auf welcher Seite meine Tochter steht. Erst Jahre später habe ich richtig verstanden was sie damit gemeint hat und ich war sehr geschockt. Wie kann eine Mutter ihr Enkelkind so manipulieren, dass es ihr hörig ist und sich von der eigenen Mutter immer mehr abwendet.
Das meine Mutter immer noch in getrennten Seiten (Spaltung) denkt und somit damit weitermacht, denn früher ging die Ablehnung gegen ihre zwei Schwestern (ich kenne nur Streit in meiner Kindheit). Mein Vater lehnte dann irgendwann meine Schwester und ihren Partner ab. Diese Entzweiung, Ablehnung und Manipulation haben dann meine Schwester und nun auch meine Tochter mir gegenüber weitergeführt. 
Wie ich jetzt weiß ist Manipulation und Ausgrenzung ein Geist der Hexerei/Zauberei. Meine Mutter hat vermutlich diesen bösen Geist von ihrem Vater übernommen und gibt ihn weiter, da dieser auch seine Schwester ausgegrenzt hat. Ich habe sie nie kennengelernt, obwohl sie sogar in der gleichen Straße gewohnt hat (wie alle anderen mütterlicherseits auch) und alle in der Verwandtschaft haben damals schon diese Ausgrenzung mitgemacht und geschwiegen – wie jetzt bei mir. Diese Großtante hatte keine eigene Familie, sie lebte ganz allein. Schade, dass ich dieses kranke Familiensystem erst durchschaut habe, als sie bereits verstorben war. 
- Als 2021 meine Schwester leider unerwartet verstarb, kam es zu einer einseitigen Rücksichtnahme und Großzügigkeit, da ich auf meinen Erbanteil an ihrem Hausanteil verzichtet habe, damit ihr Lebenspartner beruhigt darin weiterleben kann. Daraufhin habe ich weder ein Dankeschön bekommen und auch sonst nicht ein Wort der Anerkennung von Familienmitgliedern. Und als ich den Lebenspartner 
einige Monate später, aufgrund meines kleinen Krankengeldes, fragte, ob er mich, wegen einer hohen Nebenkostennachzahlung, finanziell unterstützen kann, war ich ihm nicht einmal eine Antwort wert.
Im Nachhinein weiß ich, dass der Verzicht auf das Erbe von allen so gewünscht und gewollt war (Lügen, Manipulation) und ich denke den Grund dafür nun zu kennen.
- Ein Jahr nach dem Tod meiner Schwester teilte mir meine Mutter dann mit, dass sie meine Tochter als Erbin eingesetzt hat. Sie hat mir dann noch zu verstehen gegeben, dass ich nicht einmal meinen Pflichtteil bekommen soll.
Da ich 1999 von meiner Mutter (nach langem Drängen meinerseits) ein Garten-grundstück (mit 2/3 Hanglage) in unmittelbarer Nähe ihres Hauses bekommen habe, habe ich somit dennoch etwas vorab erhalten. Dies habe ich jedoch wegen der Ausgrenzung von meiner Familie 10 Jahre später verkauft.
Ich habe mich entschieden nichts zu nehmen, was mir jemand nicht freiwillig geben möchte. Ich werde mich definitiv nicht wegen eines Erbes streiten. Mir ist es wichtig ein vorbildliches Leben in Liebe zu führen und schließlich habe ich meinen himmlischen Vater, der allein mein Versorger ist:
"Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel... Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein." (Matth.6,19-21)
- Nachdem ich 2021 wieder in meiner Heimatstadt lebte und, sich durch die Nähe zur Familie, der psychische Missbrauch und das Mobbing mir gegenüber weitergeführt wurde, fühlte es sich an wie in meiner Kindheit. Diese Belastungen haben dann dazu geführt, dass die Symptome der k-PTBS (komplexen posttraumatischen Belastungs-störung) und die vorhandenen Konzentrations- und Merkschwierigkeiten sich so extrem verstärken, dass ich nicht mehr Arbeiten konnte. 
Als ich daraufhin für 6 Wochen in eine psychosomatische Klinik bin, habe ich nicht einen einzigen Anruf von meiner Mutter und Tochter bekommen und natürlich auch keinen Besuch. Trotz der Enttäuschung machte ich bei der Ergotherapie in der Klinik ein Seidentuch für meine Mutter und legte es ihr in den Briefkasten. Als wir uns nach ein paar Wochen in einem Café trafen, fing das Gespräch erst gut an. Aber dann durfte ich mir wieder Vorwürfe darüber anhören, was ich alles falsch mache und wie enttäuscht meine Mutter von mir ist. 
Dennoch, als sie selbst einige Monate später, nach einer Knie-OP zur Reha musste, habe ich sie mit meiner Tochter besucht und später zu Physiotherapieterminen gefahren. 

Dies zeigt wie schwierig es ist, aus solchen narzisstischen Familien- und Bezie-hungsstrukturen auszusteigen und wie sehr man sich anpasst und demütigen lässt, um doch noch irgendwie ein Stück weit dazuzugehören. Dies ist jedoch vergebliche Mühe, solange alle anderen Schweigen für Frieden, Ausgrenzung, Manipulation und Enterbung für normal halten, sowie gleichzeitig erwarten, dass ich mich unterwerfe und für sie da bin, wenn sie mich brauchen. Wie das Aschenputtel aus dem Märchen, der nicht einmal die Butter auf dem Brot gegönnt wurde.

Nur durch Jesus konnte ich mit allem meinen inneren Frieden finden und loslassen Liebe, Annahme und Wertschätzung von meiner Familie zu bekommen. In mir kommt immer mehr Mitgefühl mit ihnen auf, ich bete und segne sie. Und das bewirkt echte Freiheit und Frieden in mir. 

Nun wieder einen Schritt zurück:
Interessanter Weise fiel es mir all die Jahre relativ leicht allen zu vergeben, was mich vor Wut und Hass bewahrt hat (aber nicht vor dem Leiden). Ich habe nie zu meinen Eltern, die sonst so üblichen Vorwürfe, geäußert: Dass es mir nur wegen ihnen so schlecht geht oder dass sie an allem Schuld sind.
Mir war von Anfang an klar, dass sie es nicht besser wussten, da sie wahrscheinlich selbst keine gute und liebevolle Kindheit hatten. Dies ist jedoch keine Entschuldig-ung, weil jeder sein Verhalten reflektieren und sich weiterentwickeln kann. Auch ich habe aufgrund meiner negativen Kindheitserfahrungen und meinem gebrochenen Herzen Fehler bei meiner Tochter gemacht – aber ich habe meine Vergangenheit und mein Verhalten reflektiert, Buße getan und mich bei ihr entschuldigt.

Die wenigen positiven Erfahrungen und Lebensabschnitte die es gab hielten immer nur sehr kurze Zeit an, dominierender war, dass ich immer wieder die alten negativen Erfahrungen aus meiner Kindheit machte. Immer wieder erlebte ich von Menschen Ablehnung, Kälte, Distanz, wodurch die vorhandenen Wunden wieder aufrissen und schmerzten. Da machten leider auch Christen keinen Halt davor. 
Es fühlte sich immer wieder so an (auch in christlichen Gemeinden), als gehöre ich nicht dazu – als bin ich in meiner Vergangenheit gefangen und finde die Tür in die Freiheit nicht. Auch fand ich keine Traumatherapeutin, die mir bei der Aufarbeitung meiner Vergangenheit helfen konnte. Der Wunsch nach einer geistlichen Mentorin ging ebenfalls nicht in Erfüllung. 
Viele Zusammenhänge zum Thema Trauma habe ich selbst recherchiert und so erfuhr ich, dass:
- all die frühkindlichen, traumatischen Erfahrungen so fest im Unterbewusstsein abgespeichert sind und zur Realität im weiteren Leben werden, dass deren voll-ständige Auflösung kaum möglich sein soll.
- die Lern- und Merkschwierigkeiten, die Beeinträchtigung meiner Aufmerksamkeit und Konzentration, die Reinheitszwänge und weiteres Traumafolgestörungen sind. Dies hat mir sehr geholfen, mich besser zu verstehen und annehmen zu können.

Da ich immer wieder hilflos allein dastand, fühlte ich mich oft wie ohnmächtig und so wirkte besonders das Trauma des Alleinseins weiter.
Ich verstand nicht warum Gott nicht eingreift, warum das neue Leben nicht sichtbar und lebbar wurde. 
Dennoch hielt ich an 2.Kor.5,17 fest: »Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden
Zum Glück wusste ich tief im Herzen, wenn ich mich aus der Enttäuschung heraus von Gott abwenden würde, dann wäre ich wie zuvor ganz verloren. 
Jesus war trotz allem meine ganze Hoffnung, das Licht am Horizont und ich hielt an seiner Liebe zu mir und sein vollbrachtes Werk am Kreuz fest. 

Mit der Zeit erkannte ich, dass Jesus mit mir zusammen noch einmal in den tiefen, inneren Schmerz und Zerbruch hineingeht, um alles heilen zu können. Ich musste also noch einmal durch den Kindheitsschmerz hindurch gehen, ihn fühlen und die Tränen, die ich als Kind nicht weinen konnte, weinen. Nur war ich jetzt nicht mehr allein, Jesus war bei mir. Er begann mit der inneren Heilung und Befreiung.

Als Kind muss ich in eine Art Überlebensmodus gegangen sein. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass ich nur funktioniert, aber nicht wirklich gelebt habe. Ein Teil von mir war gestorben bzw. eingefroren, sodass ich nichts mehr fühlen brauchte und konnte. Auch war ich in die Verdrängung gegangen, da ich mich nur an ganz wenig aus meiner Kindheit erinnern kann. Wie ich jetzt weiß, ist das ein wichtiger Schutzmechanismus, um die unangenehmen Gedanken, Gefühle und Erinnerungen aus dem Bewusstsein fernzuhalten. Leider behindert/verzögert diese Verdrängung den lebensnotwendigen Heilungsprozess der traumatischen Erfahrungen. Daher befand ich mich viele Jahre in der Finsternis und Verzweiflung, ohne zu wissen, was mit mir los war oder wie ich da rauskommen kann.
Ein Hochholen und das Aufarbeiten/Durchleben der einzelnen traumatischen Geschehnisse (wie in der Psychologie) war jedoch nicht notwendig. Meine Aufgabe war es das Erlebte zu benennen, den Schmerz und die Tränen zuzulassen und Jesus in diese hineinzulassen, sodass er nach und nach meine seelischen Schmerzen heilen konnte!

Mein Heilungs- und Befreiungsprozess mit Jesus ging Jahr für Jahr weiter, und die seelischen Tiefs mit den depressiven Phasen wurden langsam weniger, bis sie ganz ausgeblieben sind.  
Jesus begann mich aus dem Gefängnis meiner Vergangenheit herauszuholen und gleichzeitig auch alle zerstörerischen Energien/Geister, die durch transgeneratio-nale Weitergabe, Missbrauchserfahrungen, Flüche, Esoterik, sexuelle Unmoral und auf anderen Wegen in mich hineingekommen waren. 
Dadurch versöhnte ich mich Schritt für Schritt mit meiner Vergangenheit, unter der ich so gelitten und daher abgelehnt hatte. 
Als ich einen innerlichen Durchbruch und mehr Freiheit in mir wahrnahm, spürte ich ebenfalls ganz klar, dass dies alles allein aus GOTTES GNADE heraus geschah. 

Und das obwohl ich ja meinen Beitrag in diesem Prozess geleistet habe, aber auch dieser ging nur mit der Führung des Heiligen Geistes. 
Zu meinem Beitrag gehörte ebenfalls, dass ich immer wieder demütig war, meine eigenen Vorstellungen ablegte sowie aus der Opferrolle ausgestiegen war und alle ungesunden und toxischen Kontakte und Beziehungen, die sich nach unzähligen versuchten Klärungsgesprächen dennoch nicht besserten, beendete oder ich auf Abstand gegangen bin. Auch wenn ich dadurch auf gewisse Vorteile verzichten musste. Meine Heimatstadt, in die ich zurückgekehrt war, aber es sich anfühlte als bin ich in meine Kindheit zurück gegangen und auch krank wurde, musste ich wieder verlassen. Mir wurde klar, dass ich unter diesen toxischen Umständen niemals vollständig heilen, frei und glücklich werden kann. 
Aber Gott hatte mich für 3 Jahre noch einmal an diesen Ort geführt, um bewusst aus den kranken Familienstrukturen auszusteigen, allen zu vergeben, sie zu segnen und dann, ohne meinen alten Rucksack auf dem Rücken, weiterziehen und mich weiterentwickeln sowie in das von Gott geplante Leben kommen zu können. 
Mir war klar, dass ich nun erst in die von Gott gegebene Reife, Größe und Berufung kommen kann!
Ab diesem Zeitpunkt nahm ich immer mehr Frieden in mir wahr, meine Unzufriedenheit und das damit verbundene Murren nahmen ab.

Eine schwere Lernaufgabe war und ist es, nichts mehr von Menschen zu erwarten, meinen Wunsch nach Annahme, Zugehörigkeit, Gesehenwerden usw. abzulegen und anzunehmen, dass Jesus allein genügt!!! 
So übe ich mich darin nah an Jesus dran zu bleiben (auch wenn er nicht physisch anwesend ist) und auf sein Leben, Verhalten und Wirken zu schauen. In Jesu Leben finde ich Trost, Hoffnung und Wegweisung. Auch er wurde von Kindheit an abgelehnt (wenn auch nicht von der eigenen Familie) und auch er hatte keinen Menschen als feste Bezugsperson – sein Vater im Himmel allein war seine einzige Anlaufstelle, und er tat nur seinen Willen. Und genau das möchte ich auch tun!
So wurde allein Jesus zu meinem Mentor und das Wort Gottes zu meinem Licht-blick
 
In Psalm 147,3 steht:
»Er (unser Herr Jesus Christus) heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.«
Dies kann ich voll und ganz bestätigen. Jesus hat meine seelischen Wunden geheilt, er ist mein Arzt, Therapeut, Retter und Freund.
Jesus hat mich aus der Dunkelheit geholt, er hat mich durch den ganzen Schmerz hindurchgetragen, mir Hoffnung geschenkt und mich wieder hergestellt. Ich bin Gott dafür sehr, sehr DANKBAR! 
Jesus ist das Licht, welches wir alle brauchen!

Je mehr mein Herz heilte, umso mehr konnte ich auch die Liebe Gottes annehmen und tief im Herzen spüren, wie sehr ich von ihm gewollt und geliebt bin. Wie stolz er auf mich ist und dass seine Arme immer weit ausgebreitet für mich sind. Mein himmlischer Vater liebt mich als Einziger so, wie ich bin; er ist immer für mich da und führt mich auf seinen vorbereiteten Wegen Schritt für Schritt in ein neues Leben hinein.
Als seine geliebte Tochter schenkt er mir meine wahre Identität und seine Liebe, wodurch die Geschichte des unglücklichen Aschenputtels durch Jesus ein glückliches Ende fand :-))

Gottes Segen
Kerstin


Ich muss selber über diesen langen Text schmunzeln, und dennoch könnte ich noch mehr Details beschreiben. Für mich ist dieses Heilungszeugnis der Teil 1 und der Hauptteil. Ohne diesen würde es keinen Teil 2 gehen.
Eine Fortsetzung gibt es, wenn ich frei von den noch vorhandenen Traumafolgestörungen bin, mein Herz noch weicher geworden ist und ich noch mehr darüber berichten kann, was Jesus in meinem Leben noch alles zum Guten hingewendet hat; vor allem auf Beziehungs-ebene. Mein Herzenswunsch ist es, vollständig heil und frei von der Vergangenheit und alten Prägungen zu werden und dass mein Leben voll und ganz nach neuem Leben schmeckt – was ich jedem Menschen wünsche, der es benötigt! Und ich sehne mich danach, von Gott gebraucht zu werden, Licht zu sein und sein Reich mitbauen zu können.

 

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